Basler Theologin erhält Marga-Bührig-Preis

Die evangelischen Theologinnen Evelyne Zinsstag aus Basel und Milena Heussler aus Wien erhalten den diesjährigen Marga-Bührig-Preis. Die Auszeichnung ist mit je 5000 Franken dotiert.


Die Marga Bührig Stiftung vergibt auch in diesem Jahr einen Preis für Arbeiten, die «zur Förderung feministischer Befreiungstheologie» beitragen, wie es in einer Mitteilung vom 1. Oktober heisst. Die Stiftung freue sich, im Jahr des historischen Frauenstreiks und der nationalen Klimademonstration die Forschung von zwei jungen Theologinnen auszeichnen zu können, «deren Arbeiten Teil des Wandels in Richtung Gerechtigkeit und Zukunft sind.» Zu den Preisträgerinnen gehören die beiden Theologinnen Milena Heussler aus Wien sowie Evelyne Zinsstag aus Basel. Sie erhalten je 5000 Franken.

Gewalt gegen Frauen und Aufbrüche der Frauenbewegungen

Evelyne Zinsstag legt anhand der Biografien dreier Frauen die Aufbrüche der Frauenbewegung seit den 1950er Jahren dar. Wie Marga Bührig, Else Kähler und Ruth Epting sich mit Frauenrollen auseinandersetzten, eröffne einen neuen Blick auf eine konservative Zeit, die Theologinnen das Zölibat auferlegte, begründete die Stiftung die Auszeichnung.

Milena Heussler untersuchte einen Text aus dem Buch Ezechiel, der von pornografischer Gewalt gegen Frauen gezeichnet ist. «Sie spricht kein Urteil über den Text, sondern analysiert mit feministisch-kritischem Blick und einem traumatheoretischen Ansatz die metaphorische Sprache», heisst es in der Mitteilung. (bat)

Der Preis wird am 25. Oktober um 18.30 Uhr im Literaturhaus in Basel verliehen.