Abstimmung

Basler Kirchenvolk gibt grünes Licht für Verfassungs­revision

In Basel musste das reformierte Stimmvolk am Sonntag über zwei Vorlagen entscheiden, welche die neue Verfassung auf Kurs bringen sollen. Das Ja fiel deutlich aus.

Die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt will sich für die Zukunft fit machen. Deshalb hat die Exekutive eine Totalrevision der Verfassung angeregt (ref.ch berichtete). Nach der Synode hat dem Vorhaben nun auch das Kirchenvolk zugestimmt: Bei der Abstimmung vom 13. Juni sagten über 94 Prozent der Reformierten Ja zur einer Totalrevision.

Die Arbeiten sollen in den kommenden zwei Jahren durchgeführt werden, wie aus einer Mitteilung der Basler Kirche hervorgeht. Damit die amtierenden Synodalen und Kirchenräte das Geschäft noch in der laufenden Legislatur abschliessen können, soll deren Amtszeit einmalig um zwei Jahre bis zum 31. August 2025 verlängert werden. Auch diese Vorlage haben die Mitglieder mit knapp 92 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Die Stimmbeteiligung lag laut Mitteilung bei 28 Prozent.

«Wir sind dankbar dafür, dass uns das Kirchenvolk gleich zweimal so deutlich das Vertrauen ausgesprochen hat», wird Kirchenratspräsident Lukas Kundert zitiert. Als nächstes werde die Synode am 30. Juni eine Verfassungskommission zusammenstellen, die sofort mit der Arbeit beginnen werde.

Der Kirchenrat hatte unter anderem vorgeschlagen, bei der Organisation der Gemeinden anzusetzen. So sollen nicht mehr überall sämtliche Leistungen angeboten werden müssen. Stattdessen sollen Gemeinden die Möglichkeit erhalten, sich zu sogenannten Personalgemeinden mit spezifischer Zielgruppe und einem dazu passenden Angebot zu entwickeln. Nötig ist die Revision, weil die Basler Kirche seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten kämpft und Mitglieder verliert. (vbu)