Asylzahlen bleiben wohl auch 2024 hoch
Der Migrationsdruck dürfte kurz- und mittelfristig nicht abnehmen. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat für das Jahr 2024 eine ähnlich hohe Anzahl Asylgesuche in der Schweiz wie im vergangenen Jahr prognostiziert. Das SEM rechnet erneut mit 28'000 bis 30'000 Gesuchen, wie ein Sprecher zum Schweizer Radio SRF sagte.
Vorhersagen seien aufgrund der aktuellen Krisenherde in der Ukraine, dem Nahen Osten sowie verschiedenen afrikanischen Staaten schwierig. Sollte sich ein Konflikt zuspitzen oder ein grösseres Ereignis eintreten, passe das SEM seine Prognose an.
Die Zahl der Menschen, die in der Schweiz um Asyl baten, ist in den letzten Jahren angestiegen. 2021 gingen knapp 15'000 Gesuche ein, 2022 waren es 24'500. Im Jahr 2023 dürfte die Zahl auf über 30'000 gestiegen sein, wobei die definitiven Zahlen noch ausstehen.
Die Unterkünfte für Asylsuchende waren in den vergangenen Monaten zeitweise am Anschlag. Denn zu den Menschen, die über ein ordentliches Asylgesuch Schutz beantragen, kommen die Geflüchteten mit Schutzstatus S hinzu. Diese müssen kein Asylgesuch stellen. Derzeit halten sich rund 66'000 Menschen aus der Ukraine in der Schweiz auf. Diese Zahl ist gemäss SRF seit einigen Monaten konstant, da in etwa gleich viele Menschen aus der Ukraine in der Schweiz Schutz suchen wie aus dem Land ausreisen. (sda/ eba)