Grossbritannien

Mutmassliche Brandstifter angeklagt

Nach einem Brandanschlag auf einen jüdischen Rettungsdienst in London befinden sich drei Verdächtige in Gewahrsam. Die Staatsanwältin spricht von einem «gezielten Angriff auf die jüdische Gemeinschaft».

Die britische Justiz hat zwei Männer im Alter von 19 und 20 Jahren sowie einen 17-Jährigen wegen Brandstiftung unter rücksichtsloser Missachtung der Lebensgefahr angeklagt. Die Polizei meldete zudem eine weitere Festnahme, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete.

In der Nacht zum 23. März hatten mindestens drei Unbekannte vier Krankenwagen des Rettungsdienstes der jüdischen Gemeinde in Golders Green, einem Vorort von London, in Brand gesetzt (ref.ch berichtete). Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Zuvor waren bereits zwei Männer im Alter von 45 und 47 Jahren zwischenzeitlich festgenommen worden. Sie wurden unter Auflagen freigelassen.

«Es gibt erhebliche Beweise dafür, dass es sich um einen geplanten und gezielten Angriff auf die jüdische Gemeinschaft handelte», sagte die zuständige Staatsanwältin. Die beiden Männer wurden in Untersuchungshaft genommen, der 17-Jährige wurde in einer Jugendhaftanstalt untergebracht. Der Anschlag wird laut Polizei derzeit nicht als Terror eingestuft. (sda/ no)

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