Zürich

Anlaufstelle für Sans-Papiers erhält Gleichstellungspreis

Die Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich ist mit dem Gleichstellungspreis der Stadt Zürich ausgezeichnet worden. Die Beratungsstelle leiste seit Jahren wichtige Arbeit, um Frauen ohne geregelten Aufenthaltsstatus zu unterstützen.

Seit rund fünfzehn Jahren setzt sich die Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich (SPAZ) für die Rechte von Frauen ohne geregelten Aufenthaltsstatus ein. Nun ist sie für ihr Engagement mit dem Gleichstellungspreis der Stadt Zürich gewürdigt worden. Mit ihrer Arbeit habe die SPAZ einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung von Sans-Papiers-Frauen in der Stadt geleistet, wie es in einer Mitteilung vom 26. Mai heisst.

Frauen ohne geregelten Aufenthalt seien durch ihre Stellung als Frau und teilweise als Mutter besonders verletzlich. Viele von ihnen arbeiteten als Reinigungs- oder Betreuungskraft unter prekären Bedingungen. Die SPAZ setze sich dafür ein, dass die Frauen ihre Grundrechte wahrnehmen und so ihre Situation verbessern könnten.

Spendenaufruf in der Corona-Krise

Wichtige Unterstützung habe die SPAZ insbesondere auch in der Corona-Pandemie geleistet, heisst es in der Mitteilung weiter. So hätten viele Sans-Papiers wegen der Corona-Massnahmen ihre Arbeit verloren und seien in eine existenzielle Notlage geraten. Mit einem Spendenaufruf habe die SPAZ die Betroffenen finanziell unterstützen können.

Die SPAZ wurde 2005 gegründet und bietet unter anderem kostenlose Beratungen für Sans-Papiers an. Die Organisation finanziert sich hauptsächlich über private Spenden sowie Beiträge von Stiftungen und Kirchen, darunter auch der Reformierten Kirche Kanton Zürich. Der Gleichstellungspreis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 20'000 Franken dotiert. (no)