Zentralafrikanische Republik
Wahlsieg des bisherigen Präsidenten bestätigt
Der Verfassungsrat der Zentralafrikanischen Republik hat den Wahlsieg des amtierenden Präsidenten Faustin-Archange Touadéra bestätigt. Touadéra kam laut den Endergebnissen auf 77,9 Prozent der Stimmen, wie der Radiosender Ndeke Luka berichtete. Bereits vor zwei Wochen hatte die Wahlbehörde Touadéra bei der Bekanntgabe der vorläufigen Ergebnisse zum Sieger erklärt. Der seit 2016 regierende Präsident kann nur wegen einer umstrittenen Verfassungsänderung seine dritte Amtszeit antreten.
Für den zweitstärksten Kandidaten und ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes (1999 bis 2001), Anicet-Georges Dologuélé, hätten 13,5 Prozent der Wählerinnen und Wähler gestimmt, hiess es. Wie der französische Sender RFI berichtete, erklärte er umgehend, dass er das Ergebnis nicht anerkenne. Schon vor der Wahl hatte er den voreingenommenen Wahlprozess und enge Verbindungen zwischen der Wahlbehörde und Touadéra kritisiert.
In der Zentralafrikanischen Republik herrscht seit dem Sturz des früheren Präsidenten Francois Bozizé 2013 ein blutiger Konflikt, an dem Regierungstruppen und verschiedene Rebellengruppen beteiligt sind. Auch russische Söldner sind in dem Land präsent.
Wegen der Gewalt sind Hunderttausende Menschen aus der Zentralafrikanischen Republik geflohen. Das Land ist reich an Rohstoffen, um deren Zugang gekämpft wird. Allen Konfliktparteien werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Aufgrund des Konflikts konnten viele Menschen bei der Wahl am 28. Dezember ihre Stimme nicht abgeben. (epd/ gab)