Freiwilligenarbeit

Aargauer Sozialpreis für offene Werkstatt

Der Verein «Prozessor» aus Aarau gewinnt den Sozialpreis 2020, der von der Aargauer Landeskirche und von Benevol Aargau vergeben wird. Damit soll freiwilliges Engagement gewürdigt werden.

Der mit 8000 Franken dotierte erste Preis geht an den Verein «Prozessor» aus Aarau. Der Verein bietet offene Räume und Werkstätten für kreatives Schaffen an und fördert so «Experimentierfreudigkeit und den Gedanken des Upcyclings», wie es in einer Medienmitteilung vom 21. Oktober heisst. Zudem sei in den Räumen ein Treffpunkt entstanden, «bei dem sich Menschen über Generationen und Kulturen hinweg begegnen».

Die 5000 Franken des zweiten Preises wurden an das Projekt «Voll underschti» der Caritas Aargau verliehen. Es bietet speziell für Jugendliche und junge Erwachsene Stadtrundgänge zum Thema Armut an. Der dritte Preis von 3000 Franken bekam das Projekt «Kiz Kinderzeit», das sich um Kinder und Jugendliche kümmert, die in Asylunterkünften leben.

Jeweils einen Anerkennungspreis von je 1000 Franken erhielten der Verein «Carton du Coeur», Lebensmittelhilfe Aargau und das Jugendrotkreuz mit dem Projekt «Nachhilfe für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien».

«Freiwilligenarbeit entlastet den Staat»

Regierungsrat Jean-Pierre Gallati würdigte an der Preisverleihung das hohe freiwillige Engagement im sozialen Bereich, das im Aargau lange Tradition habe. Die Freiwilligenarbeit sei von grosser Bedeutung, da sie den Staat auch entlaste. Der Sozialpreis wird von der Aargauer Landeskirche und von Benevol Aargau vergeben.

Die eingereichten Projekte wurden von einer Jury aus Kirche, Politik und Wirtschaft bewertet. Erstmals konnte auch die Öffentlichkeit via Online-Voting mitbestimmen, wer die Preisgelder gewinnen soll. Rund 3200 Stimmen sind online eingegangen. (mos)