Tagung
Aargauer Reformierte debattierten über Kirchenzukunft
Im Jahr 2021 hat der Kirchenrat der Reformierten Landeskirche Aargau einen umfassenden Reformprozess angestossen. Bis 2030 soll die Kirche neue Wege finden, um unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen für die Menschen relevant zu bleiben. Vor diesem Hintergrund diskutierten rund 70 Personen in Lenzburg über die Zukunft der Kirche, wie es in einer Mitteilung heisst.
Die Basler Theologieprofessorin Miriam Rose plädierte für eine «kreative Kirche», die unterschiedliche Perspektiven zulässt und zugleich Gemeinschaft schafft. Entscheidend sei dabei nicht der vollständige Konsens, sondern die Bereitschaft, gemeinsam herauszufinden, was Christsein heute bedeute.
In zwölf Workshops setzten sich die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Gottesbildern auseinander. Auf einem Podium wurde unter anderem darüber diskutiert, wie die Kirche Menschen erreicht, die ihr nicht mehr angehören. Dabei wurde dafür plädiert, weniger Antworten vorzugeben, stärker zuzuhören und den Menschen vor Ort zu begegnen. Die designierte Kirchenratspräsidentin Catherine Berger rief in einer Videobotschaft zu mehr Beteiligung und einem Aufbruch in die Regionen auf. (no)