Graubünden

Autobahnkirche in Andeer nimmt politische Hürde locker

Eine deutliche Mehrheit der Gemeindeversammlung in Andeer sagte Ja zur Umzonung einer Parzelle. Auf dieser soll eine Autobahnkirche von Herzog & de Meuron gebaut werden.

Die Gemeindeversammlung von Andeer hat den Grundstein für den Bau einer Autobahnkirche von Herzog & de Meuron gelegt (ref.ch berichtete): Die Parzelle, auf der gebaut werden soll, ist im Rahmen einer Ortsplanrevision umgezont worden.

Die hundert anwesenden Stimmberechtigten nahmen auch einen Erschliessungsplan mitsamt Parkierungsanlage im Süden an. «Es gab während der Versammlung keine Fragen oder Bemerkungen dazu», sagt Gemeindepräsident Silvio Kunfermann auf Anfrage von ref.ch.

Die Revision der Ortsplanung, die aus vielen verschiedenen Anträgen bestand, kam schliesslich mit 90 Ja- gegen 5 Nein-Stimmen klar durch. Sie muss jedoch noch vom Kanton Graubünden genehmigt werden, um Rechtskraft zu erlangen. «Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass er Einwände zu dieser Umzonung haben wird», sagt Kunfermann.

Erst dann kann ein Baugesuch eingereicht werden, um den Prozess für eine Baubewilligung zu starten. Zudem muss die Gemeinde gegenüber den Verantwortlichen der Autobahnkirche noch eine Frist verlängern: Denn die Parzelle, auf der gebaut werden soll, gehört der Gemeinde. Die sogenannte Abgabe im Baurecht war an die Bedingung geknüpft, dass bis Ende 2025 eine Baubewilligung für die Kirche eingeholt ist. Dies war aufgrund der aktuellen Zone der Parzelle jedoch gar nicht möglich. (gab)

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