Manifest

28 Organisationen fordern mehr Anerkennung für freiwilliges Engagement

Das Netzwerk «freiwillig engagiert» hat dem Nationalrat ein Manifest übergeben. Darin wird unter anderem das Anrecht auf unbezahlten Freiwilligen-Urlaub gefordert.

Gerade in Krisen wie der aktuellen Corona-Pandemie spielten Freiwillige eine wichtige Rolle. Gleichzeitig sei der Bereich der Freiwilligenarbeit jedoch mit grossen Herausforderungen konfrontiert, schreibt das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) in einer aktuellen Medienmitteilung. Dazu gehörten unter anderem die demographische Entwicklung, aber auch Megatrends wie Individualisierung und Mobilität.

Aus diesem Grund hat das Netzwerk «freiwillig engagiert», dessen Vorsitz das SRK in diesem Jahr innehat, ein Manifest verfasst und dem Nationalrat übergeben. Darin fordern die Organisationen zum einen mehr öffentliche Anerkennung für Freiwilligenarbeit. Zum anderen stellen sie aber auch konkrete Vorschläge wie unbezahlten Freiwilligenurlaub oder eine Ansprechstelle auf nationaler Ebene in den Raum.

Arbeit im Wert von 34 Milliarden Franken

«Freiwilliges Engagement verdient mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung, denn es ist eine unbezahlbare Ressource und ein wertvoller Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft», wird SRK-Direktor Markus Mader in der Mitteilung zitiert. Demnach leisteten Freiwillige in der Schweiz jährlich mehr als 650 Millionen Stunden Einsatz im Wert von rund 34 Milliarden Franken.

Im Netzwerk «freiwillig engagiert» sind 28 Organisationen vertreten, darunter etwa Benevol, die Caritas, Dargebotene Hand oder Pro Juventute. (vbu)