Ständerat

11,3 Milliarden für Auslandshilfe

Der Ständerat will für die kommenden vier Jahre knapp 11,3 Milliarden Franken für Hilfe im Ausland bewilligen. Er folgte damit im Wesentlichen den Anträgen des Bundesrats.

Der Ständerat stellt sich hinter die beantragten 11,3 Milliarden Franken für die Auslandshilfe. In der Gesamtabstimmung nahm die kleine Kammer die drei Bundesbeschlüsse zur internationalen Zusammenarbeit (IZA) jeweils mit klarer Mehrheit an. Nein-Stimmen gab es aus den Reihen von SVP und FDP.

Ein Rückweisungsantrag von Benjamin Mühlemann (FDP) blieb ohne Erfolg. Der Glarner wollte in der IZA-Strategie Einsparungen von 2 Milliarden Franken zugunsten höherer Armeeausgaben.

Esther Friedli (SVP/SG) wollte den Kredit für die Entwicklungszusammenarbeit um 800 Millionen Franken kürzen. Ihr Einzelantrag wurde ebenfalls abgelehnt.

Auch Änderungsanträge aus den Reihen der SP fanden keine Mehrheit. Dabei ging es insbesondere um die Frage, ob auch die Wiederaufbauhilfe für die Ukraine aus dem Budget der internationalen Zusammenarbeit finanziert werden soll.

Die Ratslinke argumentierte, dass daraus eine massive Mittelkürzung in anderen Regionen der Welt resultieren würde. Sie verlangte eine andere Finanzierungslösung.

Das Geschäft geht nun an den Nationalrat. (sda/ no)