Zwei Maturaarbeiten mit Theologiepreis ausgezeichnet

Die theologischen Fakultäten der Universitäten Basel und Bern haben eine Schülerin aus Glarus und einen Schüler aus Luzern mit dem Theologiepreis 2020 ausgezeichnet.


Der diesjährige Theologiepreis in der Höhe von je 500 Franken geht in diesem Jahr an Finn Nina Hasler aus Glarus sowie Leif Garrelt Sieben aus Greppen im Kanton Luzern, wie es in einer Medienmitteilung vom 30. Oktober heisst.

Finn Nina Hasler habe mit ihrer Arbeit «Drei Ringe – Drei Religionen: Entstehung und Wandel der Ringparabel» die Jury in Basel überzeugt. Der historisch-kulturwissenschaftliche Zugang der Autorin führe sie zu einer überzeugenden Interpretation der Ringparabel als eine auch jenseits der drei monotheistischen Religionen universale Antwort auf Intoleranz. Dabei überzeuge ihre fundierte, interdisziplinäre Herangehensweise ebenso wie die sorgfältige Auswahl der berücksichtigten Literatur.

Religionsphilosophische Fragen

In Bern wurde Leif Garrelt Sieben für seine auf Englisch verfasste Arbeit «The Apology of Nāgārjuna. Annotations to the Mūlamadhyamakākarikā» ausgezeichnet. Er setzt sich darin mit einem traditionsreichen buddhistischen Text auseinander, dessen Lehre vom mittleren Weg er gegen philosophische Einsprüche verteidigt. Der Autor vermöge dabei auf beeindruckende Weise, die von ihm untersuchte Kontroverse unter verschiedenen fachlichen Perspektiven zu beleuchten. So gelinge ein Gespräch zwischen westlichen und östlichen Philosophen über grundlegende religionsphilosophische Fragen, heisst es weiter.

Mit dem Theologiepreis setzen die Fakultäten der Universitäten Basel, Bern und Zürich einen Anreiz, Themen rund um Ethik, Religion und Theologie zu entdecken und zu erforschen. (bat)