Zwei Kandidaten für Luzerner Synodalrats-Präsidium

Am 18. November wählt die Synode der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Luzern einen neuen Präsidenten. Nun sind die Kandidaten bekannt.

Alexander von der Marwitz und Thomas Widmer stellen sich zur Wahl ums Synodalratspräsidium der Luzerner Reformierten Kirche, wie es in einer Medienmitteilung vom 22. Oktober heisst. Sie wollen die Nachfolge von Ursula Stämmer-Horst antreten, die im Frühling verstorben ist.

Alexander von der Marwitz (66) stammt aus Deutschland. Der ausgebildete Industriekaufmann und Sozialpädagoge baute dort während 30 Jahren das Diakonische Werk Memmingen auf. Daneben studierte er Gerontologie und machte eine Ausbildung zum Mediator. Seit 2015 lebt von der Marwitz in Luzern und ist dort in der Reformierten Kirche für das Projekt «Innere und äussere Stärkung» zuständig. Er ist Mitglied des Grossen Kirchenrats.

Der zweite Kandidat, Thomas Widmer (61), studierte Theologie und arbeitet als Pfarrer, seit 2014 in Weggis im Kanton Luzern. Zudem ist er Co-Präsident des Pfarrkapitels der Reformierten Landeskirche in Luzern. Schon zuvor engagierte sich Thomas Widmer über seine Kirchgemeinde hinaus. Als Pfarrer in St. Moritz war er Mitglied der Sozialkommission der politischen Gemeinde und gehörte der kantonalen Kommission für Integration an. In Luzern beteiligte er sich am Aufbau einer regionalen Sozialkonferenz, zur Zusammenarbeit zwischen politischen Gemeinden und den Kirchen, wie auch an einem Integrationsprojekt.

«Eine echte Auswahl»

«Beide haben im ausführlichen Evaluationsverfahren gezeigt, dass sie die Fähigkeiten und das nötige innere Feuer haben, dieses Amt auszufüllen», sagt die Synodepräsidentin Ruth Burgherr. Damit biete sich dem Kirchenparlament eine echte Auswahl, wie es bei vergangenen Wahlen immer wieder gewünscht worden sei.

Die Geschäftsstelle führte dafür ein Bewerbungsverfahren durch. Die Kandidaten und Kandidatinnen durchliefen ein Evaluationsverfahren mit zwei Hearings, dann wurde der definitive Wahlvorschlag beschlossen. Die Wahl findet am 18. November statt. (mos)