Sozialwerk Pfarrer Sieber

Neues Gassenzentrum wird eingeweiht

An zentraler Lage in Zürich entsteht ein neues Zentrum für armutsbetroffene Menschen. Das «Pfarrer-Sieber-Huus» bietet Beratung, Gemeinschaft und Wohnraum. Bald wird es eingeweiht, Mitte Januar startet der Betrieb.

Unweit des Zürcher Hauptbahnhofs entsteht ein neues Gassenzentrum, wo armutsbetroffene oder obdachlose Menschen Unterstützung erhalten und Gemeinschaft erleben können.

Das «Pfarrer-Sieber-Huus» an der Konradstrasse 62 wird am 14. Dezember öffentlich eingeweiht. Das Gebäude war in diesem Jahr für 9,5 Millionen Franken um eine Etage aufgestockt und energetisch saniert worden.

Ab dem 17. Januar startet der Betrieb. Das Gassencafé Sunestube bildet das Herzstück Hauses. Dort werden gratis Mahlzeiten und Getränke ausgegeben. Fachleute bieten psychosoziale und medizinische Beratung oder Seelsorge an. Wer will, kann im Gassencafé duschen, Wäsche waschen oder Kleider und Lebensmittel abholen. Auch Atelier- und Werkräume stehen zur Verfügung.

14 kleine Wohnungen im Haus werden zudem an Menschen vermietet, die aufgrund ihrer Lebenssituation keine Chance auf dem Wohnungsmarkt in der Stadt Zürich haben.

Das Gebäude an der Konradstrasse 62 hat für das Sozialwerk eine besondere Bedeutung. Im Keller dieser Liegenschaft hatte Pfarrer Ernst Sieber ab 1988 Kranke und Sterbende der offenen Drogenszene aufgenommen und pflegen lassen. Die Besitzer vermachten ihm später das Haus und er richtete darin das Fachspital Sunne-Egge ein. Dieses zog 2024 in einen Neubau nach Zürich-Affoltern (ref.ch berichtete).

Die bisherigen Räume des seit 30 Jahren bestehenden Gassencafés im Langstrassenquartier werden nach dem Umzug an die Konradstrasse renoviert. Ab Februar sollen sie als neue Tagesanlaufstelle für Jugendliche genutzt werden. (gab)

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