Sozialwerk Pfarrer Sieber

Übernachtungsrekord im «Pfuusbus»

So viele Menschen wie noch nie haben im vergangenen Winter in den Notschlafstellen des Sozialwerks Pfarrer Sieber übernachtet. Das hänge auch mit der allgemeinen Wohnungsknappheit zusammen, heisst es.

Der «Pfuusbus», die Notschlafstelle beim Albisgüetli, verzeichnete im vergangenen Winter knapp 7800 Übernachtungen von 286 Menschen. Im Vorjahr hatte es noch knapp 6500 Übernachtungen gegeben, wie das Sozialwerk Pfarrer Sieber mitteilt.

Stärker beansprucht als im Vorjahr wurde auch das «Iglu», die Notschlafstelle für obdachlose Wanderarbeiter. Insgesamt wurden hier knapp 4000 Übernachtungen registriert und somit rund 70 mehr als in der Saison davor.

Das Sozialwerk vermutet, dass die starke Nachfrage mit der Situation in den politischen Gemeinden zusammenhängt. Infolge der Wohnungsknappheit im Niedrigpreissegment seien die Gemeinden mit immer mehr mit Hilfesuchenden konfrontiert. Diese würden an den «Pfuusbus« verwiesen. Unterschlupf in den Notschlafstellen suchen laut dem Sozialwerk auch psychisch auffällige Menschen, für die die behandelnden Kliniken keine Anschlusslösung finden.

Fortgesetzt habe sich ein Trend der vergangenen Jahre, hält das Sozialwerk weiter fest. Immer häufiger seien die Obdachlosen demnach alkohol- und drogensüchtig sowie psychisch erkrankt. Dies mache die Betreuung anspruchsvoll. (no)

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