Zu wenig Geld für Elisabethenkirche

Die Elisabethenkirche in Basel muss dringend renoviert werden. Die reformierte Kirche Basel-Stadt geht von Sanierungskosten von über 13 Millionen Franken aus. Doch wer dafür bezahlen soll, ist unklar.


Der Sandstein bröckelt, im Bau tun sich Risse auf. Der Kirchturm der Elisabethenkirche ist in so schlechtem Zustand, dass die Glocken seit einigen Monaten nicht mehr läuten. Doch nur schon die Sanierung des Turms kostet 7,2 Millionen Franken. Geld, das die reformierte Kirche Basel-Stadt laut eigenen Angaben gegenüber SRF aber nicht hat.

Deshalb laufen nun Verhandlungen zwischen der Kirche, der Regierung des Kantons Basel-Stadt und der Christoph-Merian-Stiftung. Die Kirche steht unter Denkmalschutz, deshalb kann auch der Kanton um finanzielle Unterstützung gebeten werden, wie SRF berichtet. Allerdings darf er laut Gesetz nicht mehr als die Hälfte der Kosten übernehmen.

Stiftung in der Pflicht?

Auch beteiligen soll sich die Christoph-Merian-Stiftung. Sie hatte die Kirche finanziert und der Stadt beziehungsweise der reformierten Kirche geschenkt. Die Stiftung hat bereits 2 Millionen zugesagt.

Die Elisabethenkirche ist auch Thema im Parlament. Die bz meldete, dass die LDP-Grossrätin Catherine Alioth deshalb eine Interpellation eingereicht hat. Sie will wissen, ob die Regierung überhaupt an der Rettung der Kirche interessiert sei und wie sie gedenke, das Projekt zu finanzieren. Falls keine Lösung gefunden wird, könnte die reformierte Kirche ihre Eigentumsrechte auch an den Kanton übergeben. Laut bz wäre er dann alleine für die Elisabethenkirche verantwortlich. (mos)