Im Asylzentrum Juch, das als Testbetrieb des Bundes für schnellere Verfahren gilt, sind rund 300 Flüchtlinge untergebracht. Ihre Aufenthaltsdauer ist maximal vier Monate. Bis Ende Jahr sollen 1500 Asylgesuche bearbeitet und entschieden werden.
Moment sind der reformierte Pfarrer Marcel Cavallo und die katholische Theologin Jeanine Kosch auf dem Juchareal anzutreffen, wie die katholische und reformierte Kirche am 12. Juni schreiben. Der Kontakt mit den Asylsuchenden gestalte sich anspruchsvoll. Probleme, die an die Seelsorgenden herangetragen würden, beträfen nicht nur religiöse Themen, sondern meistens konkrete Bedürfnisse und Sorgen aus dem Alltag.
Dass die Seelsorge direkt vor Ort im Einsatz sei, werde von den Asylsuchenden wie vom Betreuungsteam sehr geschätzt. Auf den 1. Juli erhöht die reformierte Kirche nun ihr Stellenetat von 20 auf 50 Prozent. Zusammen mit dem Beitrag der katholischen Kirche soll dann eine Vollzeitstelle zur Verfügung stehen.
Weil ein grosser Teil der Flüchtlinge Muslime sind, sei ein Einbezug von muslimischen Seelsorgern wünschenswert, auch der Einsatz einer muslimischen Seelsorgerin, wie es heisst. Die Kirchen führen mit Vertretern der Muslime und dem Bundesamt für Migration zurzeit entsprechende Verhandlungen.