Delegierte der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen WGRK treffen sich auf Einladung der Zürcher Landeskirche und des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK am 3. und 4. März im Kloster Kappel in Kappel am Albis ZH. Das Thema «Flucht und Migration in Europa» werde dabei im Vordergrund stehen, heisst es in einer Medienmitteilung vom Montag.
Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre
Anlässlich der bevorstehenden Reformationsfeierlichkeiten werde aber auch diskutiert, ob die Weltgemeinschaft ein Konsensdokument adoptieren soll. Das protestantische Gegenstück zur WGRK, der Lutherische Weltbund, stellte Ende des letzten Jahrtausends in einer gemeinsamen Erklärung mit der Römisch-katholischen Kirche theologische Übereinstimmung zur «Rechtfertigung allein aus Gnade» fest. Mit der heute vor allem kirchenpolitisch relevanten Erklärung war eine seit dem 16. Jahrhundert wirkende theologische Auseinandersetzung zwischen der römisch-katholischen und den lutherischen Kirchen offiziell für beendet erklärt.
Zum europäischen Gebiet der WGRK gehören 40 Kirchen in 29 Ländern. Präsident ist der Niederländer Jan-Gerd Heetderks. Der WGRK repräsentiert weltweit 80 Millionen reformierte Christinnen und Christen in 230 Kirchen und 108 Ländern.