Der Lotteriefonds soll sich am Zürcher Reformationsjubiläum gemäss Antrag des Regierungsrates mit 8,5 Millionen Franken beteiligen, wie es in einer Mitteilung des Kantons heisst. Zuständig für die Bewilligung sei der Kantonsrat. Einen Planungsbeitrag in der Höhe von 500‘000 Franken habe der Regierungsrat bereits 2015 bewilligt. Ursprünglich sei ein Gesuch um 14 Millionen eingegangen, aber zur Überarbeitung zurückgewiesen worden.
Die Reformation habe Zürich weit über den kirchlich-religiösen Bereich hinaus geprägt und Stadt und Kanton geistig und ideell wesentlich geformt, heisst es im Antrag des Regierungsrats. «Zahlreiche Wertvorstellungen, die uns selbstverständlich sind, gehen auf die Reformation zurück. Diese war in ihren emanzipatorischen Inhalten Wegbereiterin einer Entwicklung, die auch eine Grundlage für die Aufklärung bildete und zur Entstehung unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung beitrug», so der Regierungsrat.
Das 500-Jahr-Jubiläum der Reformation sei deshalb weit mehr als ein kirchlicher Anlass. Das Reformationsjubiläum betreffe ebenso die politische, gesellschaftliche und kulturelle Dimension des Gemeinwesens.