Zahl der Asylgesuche im Juni gestiegen
Die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz ist im Juni sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr gestiegen. Die meisten Gesuche stammen von Menschen aus Afghanistan, aus der Türkei und aus Eritrea.
1726 Asylgesuche wurden im Juni insgesamt registriert, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Donnerstag mitteilte. Das sind 251 oder 17 Prozent mehr als im Mai. 420 Personen haben die Schweiz im Juni kontrolliert verlassen oder wurden in ihr Herkunftsland oder in einen Drittstaat rückgeführt. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 280 Personen ersucht, und 62 Personen wurden in die Schweiz überstellt.
Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und den damit verbundenen Fluchtbewegungen in die Schweiz wurden im März 2022 die Einreisen im Rahmen des Resettlement-Programmes – also der dauerhaften Neuansiedlung – ausgesetzt. Mit der Wiederaufnahme des regulären Resettlement-Betriebes werden laut SEM ab Herbst 2022 wieder Resettlement-Flüchtlinge einreisen.
Nachdem der Bundesrat am 12. März erstmals den Schutzstatus S zur Aufnahme schutzbedürftiger Menschen aus der Ukraine aktiviert hatte, registrierten sich im Juni 3719 Personen für ein Gesuch in den Bundesasylzentren.
Im gleichen Zeitraum wurde 4852 Personen der Schutzstatus S gewährt. Bei 175 schutzsuchenden Personen wurde er verweigert, weil die Kriterien nicht erfüllt waren. Insgesamt haben bis Ende Juni 55'964 Personen den Schutzstatus S erhalten. (sda/mos)