Umweltschutz

Weiterhin kein Plastik-Abkommen

Ein globales Abkommen soll die Verschmutzung der Umwelt durch Plastikmüll eindämmen. Doch die Verhandlungen in Genf scheiterten zum wiederholten Mal.

Drei Tage lang führten über 2600 Delegierte aus 183 Ländern zähe Verhandlungen. Doch am Ende blieben alle Bemühungen erfolglos: Es gibt weiterhin kein globales Abkommen gegen die ausufernde Verschmutzung der Welt mit Plastikmüll.

Mehr als 100 Staaten aus Europa und dem globalen Süden setzten sich bei den Verhandlungen für ein weitreichendes Abkommen ein. Sie forderten eine verbindliche Reduzierung der Plastikproduktion und eine Förderung der Kreislaufwirtschaft, um so die Verschmutzung der Umwelt und die gesundheitliche Gefährdung der Menschen einzudämmen. Öl-produzierende Staaten wie Saudi-Arabien, Russland und Iran wehrten sich bis zuletzt erfolgreich gegen Begrenzungen bei der Plastikproduktion. Die USA standen an der Seite der Bremser.

Laut dem Vorsitzenden der UN-Verhandlungen, Luis Vayas Valdivieso, soll es eine weitere Verhandlungsrunde geben. Datum und Ort nannte er jedoch nicht.

Die Verhandlungen hatten bereits im Jahr 2022 begonnen. Die nun gescheiterten Gespräche in Genf knüpften an die ebenfalls ergebnislos zu Ende gegangene fünfte Verhandlungsrunde im südkoreanischen Busan an. (epd/ eba)

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