Synode Waadt

Kirche von Sparmassnahmen betroffen

Die Waadtländer Regierung plant für 2026 ein Sparpaket von 305 Millionen Franken. Auch die Evangelisch-reformierte Kirche muss deswegen sparen.

Im Kanton Waadt werden die Kirchen aus den allgemeinen Steuern finanziert. Und da der Regierungsrat ein 305 Millionen schweres Sparpaket für 2026 vorgelegt hat, um die Schulden einzudämmen, ist auch die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Waadt (EERV) davon betroffen. Per 2026 erhält man 1,2 Millionen Franken weniger vom Staat. Der Synodalrat musste deswegen aus dem ursprünglichen Budget rund 630'000 Franken streichen, heisst es in einer Mitteilung der EERV.

In einer ausserordentlichen Synode in Mont-sur-Lausanne wurden die Sparmassnahmen für 2026 schliesslich beschlossen, so die Mitteilung. Die EERV kürzt unter anderem das Lohnbudget, bei Abgängen soll es stellenweise zu einem Einstellungsstopp kommen.

Subventionen an kirchliche und soziale Einrichtungen wurden um zwei Prozent gekürzt. Davon sind etwa das Centre social protestant, das Informationszentrum für christliche Dokumentation oder das Kulturzentrum Terreaux betroffen. Auch die Beiträge an das Kirchenmagazin «Réformés» wurden reduziert. Die Kultursubvention sinkt von 35'000 auf 15'000 Franken. Trotz dieser Einschnitte rechnet die Kirche mit einem kleinen Defizit von rund 26'000 Franken für 2026.

Im Kanton Waadt wird wegen des beantragten Sparpakets seit Wochen demonstriert und gestreikt, Staatsangestellte müssten auf ihre jährliche Lohnerhöhung von 0,7 Prozent verzichten. Investitionen und Subventionen sollen aufgeschoben werden. (gab)

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