Viel Arbeit für Luzerner Notfallseelsorge

Die ökumenische Notfallseelsorge des Kantons Luzern ist im vergangenen Jahr so oft aufgeboten worden wie nie zuvor. Insbesondere Einsätze bei Verkehrsunfällen häuften sich.

Die Notfallseelsorgenden des Kantons Luzern mussten im vergangenen Jahr bei insgesamt 99 Einsätzen ausrücken. Dies seien 9 Einsätze mehr als im Jahr zuvor und ein neuer Höchststand seit der Gründung der Organisation 2006, heisst es in einer Mitteilung vom 1. Februar.

Am häufigsten gefragt waren die Teams demnach bei ausserordentlichen Todesfällen wie Herzversagen in der Öffentlichkeit oder daheim. Insgesamt 37 Mal wurden die Seelsorgenden zu solchen Einsätzen gerufen. Die Einsätze bei Suiziden sanken gegenüber dem Vorjahr von 23 auf 15, bei Verkehrsunfällen stiegen sie von 6 auf 14.

Pandemie erschwert Arbeit

Die Organisation Ökumenische Notfallseelsorge/Care Team Kanton Luzern kümmert sich um Angehörige, unverletzte Beteiligte und Zeugen und leistet den Hinterbliebenen Beistand bei Suizid oder beim Überbringen von Todesnachrichten. Im vergangenen Jahr seien aufgrund von Corona zusätzliche Anpassungen nötig gewesen, heisst es in der Mitteilung weiter. So mussten Schutzmassnahmen umgesetzt werden und Beratungen fanden teilweise telefonisch statt.

Die ökumenische Notfallseelsorge besteht aus 38 aktiven Mitarbeitenden aus Seelsorge, Pflege, Betreuung und Coaching. Sie wird gemeinsam von den Luzerner Landeskirchen und dem Kanton getragen. (no)