Krieg im Nahen Osten
US-Verteidigungsminister spricht von «Armageddon»
«Präsident Trump wurde von Jesus gesalbt, um das Signalfeuer im Iran zu entzünden, um Armageddon auszulösen und seine Rückkehr auf die Erde zu markieren», soll US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einem Briefing von Offizieren der US-Streitkräfte gesagt haben. Die Angriffe auf das Land im Nahen Osten seien «Teil von Gottes göttlichem Plan».
Armageddon stammt aus der Bibel und bezeichnet den Ort der entscheidenden, letzten Schlacht zwischen Gut und Böse in der Offenbarung des Johannes.
Bei der unabhängigen Meldestelle «Military Religious Freedom Foundation» gingen in der Folge über zweihundert Meldungen ein. Zuerst darüber berichtet hat ein US-Journalist auf seiner Substack-Seite.
Verteidigungsminister Hegseth legitimiert die Angriffe auf das Regime im Iran also mit religiösen Motiven. Der ehemalige Fernsehmoderator Hegseth gilt als erzkonservativer Evangelikaler und glühender Vertreter des christlichen Nationalismus.
Doch es ist nicht das erste Mal, dass ein US-Befehlshaber Bezüge zu einem Religionskrieg herstellt: Der ehemalige US-Präsident George W. Bush rief nach den Terroranschlägen vom September 2001 den «Kreuzzug gegen den Terrorismus» aus. Muslime weltweit reagierten mit Empörung. Doch 2004 verwendete Bush nochmals diese Rhetorik. Der Spiegel schrieb damals, Bush falle «in alte Terminologie zurück». (dst/ gab)