Vereinte Nationen
UN brauchen Gelder zur Rettung von 135 Millionen Menschen
Die Vereinten Nationen und ihre Partner haben einen weltweiten Hilfsappell zur Rettung von Millionen Menschenleben veröffentlicht. Geber sollen 2026 insgesamt 33 Milliarden US-Dollar (rund 26,5 Milliarden Franken) bereitstellen, um 135 Millionen notleidende Menschen zu versorgen, teilte der UN-Nothilfekoordinator in New York mit.
Es handle sich um Opfer von Kriegen, Klimakatastrophen, Erdbeben, Epidemien und Ernteausfällen in 50 Ländern. Die UN und ihre Partner wollen Lebensmittel, Wasser, Medizin, Unterkünfte und Bildungsangebote bereitstellen.
Grösste Hilfsaktion in Palästinensergebieten geplant
2026 sei die grösste Hilfsaktion für die besetzten palästinensischen Gebiete vorgesehen, wo 4,1 Milliarden US-Dollar (3,3 Milliarden Franken) benötigt würden. Drei Millionen Menschen sollten Nutzniesser der UN-Massnahmen sein. Sie hätten schockierende Gewalt und Zerstörung erlebt.
Im Sudan, wo die weltweit grösste Vertreibungskrise herrsche, würden 2,9 Milliarden US-Dollar (2,3 Milliarden Franken) für 20 Millionen Menschen benötigt. Der grösste regionale Plan sei für Syrien vorgesehen, wo 2,8 Milliarden US-Dollar (2,25 Milliarden Franken) für 8,6 Millionen Menschen eingeplant seien.
Hilfe 2025 stark gekürzt
Das Jahr 2025 sei von brutalen Mittelkürzungen gezeichnet gewesen. Geber hätten bislang nur zwölf Milliarden US-Dollar (9,6 Milliarden Franken) bereitgestellt, das sei die niedrigste Summe seit einem Jahrzehnt gewesen. Die humanitären Helfer hätten 25 Millionen Menschen weniger erreicht als im Jahr 2024. Die Folgen: Der Hunger habe zugenommen, die Gesundheitssysteme seien unter enormen Druck geraten, die Bildung sei eingebrochen und Spezialdienste wie die Minenräumung seien zum Stillstand gekommen. (epd/ gab)