Krieg in der Ukraine
Hälfte der Geflüchteten mit Schutzstatus S verdient weniger als 3000 Franken
Rund 67'000 Ukrainerinnen und Ukrainer leben derzeit mit Schutzstatus in der Schweiz. Von den Personen, die seit mehr als drei Jahren in der Schweiz leben, waren fast 50 Prozent erwerbstätig. Der Durchschnittslohn liegt laut dem Staatssekretariat für Migration aber unter dem gesamtschweizerischen Schnitt.
Das vom Bundesrat definierte Ziel von 50 Prozent sei mit rund 46 Prozent Erwerbstätigenquote bei Personen, die seit mindestens drei Jahren in der Schweiz leben, fast erreicht worden, teilte das Staatssekretariat für Migration (SEM) auf Anfrage von Keystone-SDA mit. Die Erwerbstätigenquote aller erwerbsfähigen Personen mit Schutzstatus S habe Ende November indes 36 Prozent betragen.
Laut den neuesten SEM-Angaben vom 2. Quartal 2025 wurden viele Beschäftigungen in Branchen mit vergleichsweise tiefen Löhnen oder hohem Anteil an Teilzeitstellen verzeichnet. Der Durchschnittslohn liege unter dem gesamtschweizerischen Schnitt: Im November 2025 betrug der monatliche Bruttolohn von Personen mit Schutzstatus S durchschnittlich 4571 Franken.
Demnach sank der Anteil der Beschäftigten mit Schutzstatus S, die mehr als 3000 Franken pro Monat verdienten, auf48,3 Prozent. Entsprechend stieg der Anteil der Personen, die weniger als 3000 Franken verdienten, auf 51,7 Prozent, wie es weiter hiess. Es sei nach wie vor ein hoher Anteil von «Niedrigeinkommen» unter den jüngsten und ältesten Personen zu beobachten.
Laut den SEM-Angaben arbeiten die meisten Menschen mit Schutzstatus S in der Nahrungsmittelbranche. Häufig sind sie auch in Wohnheimen, dem Gastgewerbe, der Informatik oder in der Reinigungsbranche tätig. (sda/ dst)