Gedenken

Tessiner Reformierte trauern um verstorbenen Stadtpräsidenten

Der Tod des Luganeser Stadtpräsidenten Marco Borradori bewegt auch die Evangelisch-Reformierte Kirche im Tessin. Sie verliere «einen Freund».

Marco Borradori hat am Dienstag beim Joggen einen Herzstillstand erlitten, am Mitwochabend ist er in einem Spital in Lugano verstorben. Mit dem ehemaligen Lega-Staatsrat und aktuellen Stadtpräsidenten von Lugano verliert die Evangelisch-Reformierte Kirche im Tessin (CERT) einen «Freund und Bürgermeister», wie es in einer Mitteilung vom 12. August heisst.

Borradori habe der reformierten Gemeinschaft «aufrichtige Zuneigung» entgegengebracht und regelmässig an Veranstaltungen der Kirche teilgenommen. Zudem habe er verschiedene Initiativen zur Stärkung von Toleranz und Respekt zwischen den Glaubensgemeinschaften unterstützt. Die reformierte Kirche habe in ihm immer einen «Menschen des Dialogs» gefunden, heisst es weiter.

Der Tod von Marco Borradori wird im ganzen Tessin betrauert. So wurde bei einem Anlass am Filmfestival Locarno am Mittwochabend zu seinen Ehren auf den geselligen Teil verzichtet, wie die Nachrichtenagentur Keystone-sda berichtete. Borradori wurde 62 Jahre alt. (no)