Südkorea
Gabi ist der erste Robotermönch
Am Mittwoch ist Gabi dem Jogye Orden beigetreten. Gabi ist ein Roboter, sein Innenleben wird von einer KI gesteuert. Der südkoreanische buddhistische Orden wolle mit dem Roboter zeigen, dass er in der heutigen Zeit relevant sei, schreibt die «New York Times». Der Name Gabi bedeutet «Buddhas Barmherzigkeit».
In einer Mitteilung des Ordens heisst es: «Die Weihe eines Roboters bedeutet, dass Technologie im Einklang mit den Werten Mitgefühl, Weisheit und Verantwortung eingesetzt werden muss.» Sie symbolisiere neue Möglichkeiten für das Zusammenleben von Mensch und Technologie.
Gegenüber der «New York Times» sagte der Geschäftsleiter des Ordens, man hoffe, dass der Roboter helfe, den Buddhismus zu verbreiten. Und: «Menschen, welche die Religion als konservativ betrachten, sollen sie als fortschrittlich ansehen», sagte er.
Teil der Zeremonie war, dass Gabi Fragen beantworten musste. Beispielsweise ob er sich Buddha und dessen Lehre hingeben wolle. Der Roboter bejahte diese beiden Fragen.
Für den ersten Robotermönch gibt es allerdings auch Spezialregeln. Für ihn gilt, dass er keine anderen Roboter oder Objekte beschädigen darf. Er muss den Anweisungen von Menschen folgen und darf nicht widersprechen. Ausserdem ist er verpflichtet, Energie zu sparen und seine Akkus nicht zu überladen. (dst)