Armut

Sozialhilfebeziehende fürchten zunehmend um ihre Wohnung

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt belastet Sozialhilfebeziehende in der Schweiz zunehmend. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Städteinitiative Sozialpolitik.

Die Sozialhilfequote hat sich in Schweizer Städten im vergangenen Jahr kaum verändert – trotz wachsender Bevölkerung. Im Durchschnitt liegt sie in den analysierten Städten nach wie vor zwischen 2,7 und 2,8 Prozent. Das geht aus dem Jahresbericht der Städteinitiative Sozialpolitik sowie einer begleitenden Studie zum Thema Wohnen und Sozialhilfe hervor.

Allerdings belaste die Situation auf dem Wohnungsmarkt Haushalte mit geringen Einkommen zunehmend, gab die Städteinitiative zu bedenken. In mehreren Regionen liege die Leerwohnungsziffer unter 1 Prozent.

Für die Studie zum Thema Wohnen wurden die Angaben von insgesamt zwanzig Städten ausgewertet – der 14 Mitglieder der Städteinitiative sowie sechs weiterer Städte in der Westschweiz.

16 der 20 Städte gaben der Studie zufolge an, die Zahl der Menschen, die ihre Wohnung zu verlieren drohten, sei bei ihnen in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. Sozialhilfebeziehende seien dabei besonders gefährdet, hiess es. (sda/ no)

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