St. Galler Landeskirche empfiehlt Nein zu «No Billag»

Bei einer Annahme würden kirchliche Formate wie das «Wort zum Sonntag» ihren Sendeplatz verlieren, begründet der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen sein Nein zur Initiative.


Kirchliche Sendungen seien kommerziell kaum zu vermarkten und wären bei einer Annahme besonders gefährdet, schreibt der Kirchenrat der reformierten Kirche St. Gallen in einer Mitteilung vom 2. Februar. Insbesondere für ältere Menschen, die den Gottesdienst nicht mehr besuchen könnten, wäre dies ein grosser Verlust. Der Kirchenrat empfiehlt deshalb, am 4. März ein Nein in die Urne zu legen.

Immer weniger Fachredaktionen

Mit seinen Sendungen zu religiösen Themen trage SRF viel zur kulturellen Vermittlung, Integration und dem interreligiösen Dialog bei, heisst es in der Mitteilung weiter. In den letzten Jahren habe der Kirchenrat feststellen müssen, dass immer weniger Medien gewillt seien, Fachredaktionen mit kirchlich-religiöser Kompetenz zu beschäftigen. Umso wichtiger sei es für die St. Galler Kirche, dass das öffentlichrechtliche Radio und Fernsehen seine Inhalte nicht ausschliesslich nach wirtschaftlichen Kriterien ausrichten müsse. (no)