Kirchliche Stimmen empfehlen Ablehnung der «No Billag»-Initiative

Die «No Billag»-Initiative schade der Vielfalt, lokalen Medien und christlichen Sendegefässen, schreibt die methodistische Arbeitsgruppe «Kirche und Gesellschaft». Wie schon der Luzerner Synodalrat und die Bischofskonferenz empfiehlt sie die Ablehnung der Initiative.


«Die Argumente der Befürworter sind irreführend und verschleiern die Konsequenzen für sprachliche Vielfalt, Kultur und auch für christliche Sender und Angebote in der Schweiz», teilt die Evangelisch-methodistische Arbeitsgruppe «Kirche und Gesellschaft» am 3. Januar mit.

Bei einem Ja zur Initiative am 4. März 2018 würden auch christliche Sendegefässe wie das «Wort zum Sonntag», die Radiopredigt und das «Fenster zum Sonntag» ihren Sendeplatz verlieren. Die Annahme bedeute Sendeschluss für die SRG, aber auch für lokale Fernseh- und Radiostationen wie das christliche Radio «Life Channel».

Wirtschaftlichkeit bestimmt Inhalte

Wenn die Konzessionen versteigert würden, wie das die Initiative verlangt, übernähmen finanzkräftige Konzerne, die ihr Programm nach rein wirtschaftlichen Kriterien zusammenstellten. Minderheiten hätten dann das Nachsehen, heisst es in der Mitteilung weiter. Es gäbe zum Beispiel keine romanischen beziehungsweise italienischen Sendungen mehr.

Neben der methodistischen Arbeitsgruppe haben sich auch schon die Bischofskonferenz und der Synodalrat der reformierten Kirche Luzerns gegen die Initiative ausgesprochen. Die beiden Luzerner Landeskirchen sind laut zentralplus.ch im Komitee «Nein zum Sendeschluss» aktiv.