Kulturdenkmal

St. Galler Kloster wird als 3D-Modell erfasst

In ein paar Monaten soll es möglich sein, den gesamten St. Galler Stiftsbezirk virtuell zu begehen. Dazu werden die Gebäude derzeit mit einem Scanner vermessen.

Ein fahrbares Scanner-Gerät, ausgestattet mit Computer, Laser und Kamera, durchquert derzeit den Stiftsbezirk St.Gallen. Mit dem Gerät werden sämtliche Gebäude und Räume des Klosters gescannt. In einigen Monaten soll mit diesen Daten ein umfassender 3D-Plan des gesamten Stiftsbezirks entstehen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Idee, den Stiftsbezirk als 3D-Modell festzuhalten, stammt vom Kanton St. Gallen sowie vom Katholischen Konfessionsteil des Kantons St. Gallen. In einem Managementplan haben die beiden Hauptträger festgehalten, dass die Gebäude historisch und architektonisch dokumentiert werden sollen.

Der 3D-Scan bietet einen ungewöhnlichen Inneneinblick in die Kathedrale. (Bild: HMQ)

Konkret können die Pläne dabei helfen, künftige Sanierungsarbeiten zu erleichtern. Auch im Katastrophenfall könne auf die Pläne zurückgegriffen werden, heisst es. Die 3D-Pläne sollen dabei laufend aktualisiert werden. Bereits fertig gestellt ist das 3D-Modell der Kathedrale.

Für die Erfassung des kompletten Stiftsbezirks als 3D-Modell hat der Katholische Konfessionsteil laut Mitteilung 74‘000 Franken investiert. 64‘000 Franken hat bereits der 3D-Plan der Kathedrale gekostet. (no)