Synode St. Gallen

Umkämpfte Wahl des Kirchenrates

An der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen wurden die bisherigen fünf Kirchenräte sowie Christina Hegelbach gewählt. Es wurde auch Kritik an der Arbeit des Rats laut.

«Ist der Kirchenrat noch richtig zusammengesetzt?» fragte Trix Gretler aus der Kirchgemeinde Mittleres Toggenburg an der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen. Sorge bereiteten der Synodalen gemäss einer entsprechenden Mitteilung die langen Amtsdauern der Mitglieder des Kirchenrates. Diese betragen mit einer Ausnahme mindestens drei Amtszeiten, also zwölf Jahre.

Nach einem längeren Austausch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stellte sich mit Fabian Kuhn (Unteres Toggenburg) ein siebter Kandidat zur Wahl – bei lediglich sechs Sitzen. Er verpasste das absolute Mehr mit 77 Stimmen um lediglich eine Stimme. Damit wurden Präsident Martin Schmidt sowie Urs Noser, Annina Policante, Heinz Fäh, Sven Hopisch und Heiner Graf wiedergewählt. An Stelle der abtretenden Antje Ziegler schaffte es Christina Hegelbach in den Kirchenrat.

Bei der Diskussion zu den übrigen Geschäften wurde Kritik an der Arbeit am Kirchenrat laut. So stockt etwa der Prozess der Verfassungsreform. «Ich erlebe den Kirchenrat momentan nicht als Team», sagte die Synodale Käthi Witschi (Diepoldsau) dazu. Sie halte es für wenig sinnvoll, wenn Kirchenräte, die bald zurücktreten würden, den einzelnen Projektgruppen zur Verfassungsreform vorstünden. Im Lauf der Debatte hatten Noser und Policante angekündigt, kommendes Jahr zurücktreten zu wollen, Fäh will ein Jahr später folgen.

Die Jahresrechnung passierte nach einigen Diskussionen mit deutlicher Mehrheit. Als neue Präsidentin der Synode wurde die Studentin Julia Rölli (Diepoldsau) gewählt. (eba)

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