Synode

Seelsorge gibt es jetzt auch im Chat

Die Reformierte Kirche im Kanton Luzern betreibt künftig zusammen mit der Dargebotenen Hand eine Chat-Seelsorge. Die Synode hat dafür fast 100’000 Franken bewilligt.

Zuhören, beraten und helfen – das sind Dinge, die sowohl die Dargebotene Hand Zentralschweiz als auch die Seelsorge der Reformierten Kirche im Kanton Luzern tun. Neu werden sie zusammenarbeiten, um ein niederschwelliges Angebot zu betreiben: Wer Sorgen, Fragen oder Probleme hat, muss nicht mehr zum Telefon greifen oder einen Seelsorger persönlich treffen. Per Chat im virtuellen Raum kann man sich an jemanden wenden und Hilfe suchen.

Dafür hat die Synode 95'000 Franken gesprochen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das Geld wird aus einem Fonds für Projekte in herausfordernden Zeiten genommen, das Projekt dauert drei Jahre und wird anschliessend evaluiert. Synodalratspräsidentin Lilian Bachmann sagte: «Eine Zusammenarbeit im Bereich der anonymen Chat-Seelsorge bietet für beide Organisationen Chancen.» Die Bevölkerung profitiere von einer höheren Verfügbarkeit des Gesprächsangebots.

Ausserdem stimmte die Synode einem Antrag zu, mehr Stellen zu schaffen für die Seelsorge in Kliniken, Spitälern und Gefängnissen. Die Kirche stellt eine steigende Nachfrage in diesem Bereich fest. Für ein weiteres kirchliches Angebot ausserhalb der Kirchenmauern hat die Synode die Schaffung eines Fonds bewilligt: Damit soll die Wirtschaftsdiakonie aufgebaut werden, die Berufstätige im Kanton Luzern ansprechen soll.

Das Budget 2024 wurde angenommen. Bei einem Aufwand von rund 2,56 Millionen Franken und einem Ertrag von 2,43 Millionen wird mit einem Verlust von 130'000 Franken gerechnet. Der Steuerfuss bleibt unverändert. (dst)