Frauenfeld

Schweizerischer Protestantischer Verein feiert Jubiläum

Mit einem Festgottesdienst hat der Schweizerische Protestantische Verein (SPV) sein 100-Jahr-Jubiläum gefeiert. Die Thurgauer Kirchenratspräsidentin Christina Aus der Au hielt ein Plädoyer für eine engagierte Kirche.

Die Thurgauer Kirchenratspräsidentin Christina Aus der Au forderte in einem Vortrag zum Jubiläum des Schweizerischen Protestantische Vereins (SPV) in Frauenfeld eine klare Haltung der reformierten Kirche. Protestantismus bedeute Protest – gegen Absolutheitsansprüche, politische Vereinnahmung und die Reduktion auf gesellschaftlichen Nutzen, sagte Aus der Au laut einer Mitteilung.

Der Glaube dürfe nicht ins Private abgedrängt werden, sondern müsse öffentlich wirksam bleiben, sagte die Kirchenratspräsidentin. Kirche solle sich nicht Staat und Gesellschaft anbiedern, sondern aus Überzeugung handeln – und dabei Widerspruch aushalten. Gleichgültigkeit, so Aus der Au, sei keine Option.

Der Schweizerische Protestantische Verein wurde vor 100 Jahren in Zürich gegründet (damals: Schweizerischer Protestantischer Volksbund). Sein Ziel ist laut Angaben, die protestantischen Kräfte in der Deutschschweiz zu sammeln und zu ermutigen, sich in Kirche und Gesellschaft zu engagieren. Der Verein verleiht zudem regelmässig den Zwingli-Preis für innovative kirchliche Ideen.

Zu seinen Aufgaben zählten auch der Aufbau des Schweizerischen Evangelischen Pressedienstes EPD und die Radio- und Fernsehpredigten und -gottesdienste. Diese gingen Ende der 80er-Jahre an die «Reformierten Medien» über, die auch die Herausgeberin von ref.ch, sind, der Newsseite für Reformierte. (no)

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