Ökumene

Schweizer Kirchen feiern 20 Jahre Charta Oecumenica

Am 22. April 2001 wurde in Strassburg die europäische Charta Oecumenica unterzeichnet. In der Schweiz wollen die Kirchen nun die festgehaltenen Selbstverpflichtungen erneuern.

Das Dokument ist lediglich zehn Seiten lang, aber vollgepackt mit Absichtserklärungen wie dieser: «Wir verpflichten uns, Selbstgenügsamkeit zu überwinden und Vorurteile zu beseitigen, die Begegnung miteinander zu suchen und füreinander da zu sein.» Insgesamt 25 solche Selbstverpflichtungen enthält die Charta Oecumenica, gegliedert in zwölf Kapitel. Rund die Hälfte davon thematisiert die Beziehungen unter den Kirchen selbst, in den anderen geht es um die soziale Verantwortung der Kirchen gegenüber Europa.

Die Charta wurde am 22. April 2001 in Strassburg durch die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und den Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) unterschrieben. In der Schweiz folgte die Unterzeichnung vier Jahre später durch die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK.CH).

Zum zwanzigjährigen Jubiläum lädt die AGCK.CH nun dazu ein, die Selbstverpflichtungen der Charta zu erneuern. Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Feier allerdings virtuell statt. Sie beginnt am Donnerstag um 15 Uhr, um 19 Uhr ist ein Gottesdienst von KEK und CCEE geplant. Ein Livestream steht zur Verfügung.

Zu den Mitgliedkirchen der AGCK.CH gehören unter anderem die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS), die Schweizer Bischofskonferenz, die Christkatholische Kirche der Schweiz oder verschiedene orthodoxe Kirchen. Insbesondere die Beziehungen zur Orthodoxie und zu freikirchlichen Vereinigungen hätten sich aufgrund der Charta intensiviert, heisst es auf Anfrage bei der AGCK.CH. Das Dokument sei eine Inspirationsquelle für die Arbeit der ökumenischen Plattformen auf nationaler wie auch regionaler und lokaler Ebene. (vbu)

Weitere Informationen zur Feier und zum Livestream auf der Website der AGCK.CH.