Humanitäre Hilfe

Schweiz will weitere 30 Millionen für Afghanistan bereitstellen

Aussenminister Ignazio Cassis hat an einer virtuellen Uno-Konferenz 30 Millionen Franken für Afghanistan in Aussicht gestellt. Er forderte zudem dazu auf, die Menschenrechte einzuhalten.

Die Schweiz sei äusserst besorgt über die Verschärfung der Notlage und die sich verschlimmernde Menschenrechtssituation in Afghanistan, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am 31. März mit. Gemäss der Ankündigung von Cassis will die Schweiz für Afghanistan und die umliegenden Länder bis Ende 2022 weitere 30 Millionen Franken bereitstellen. Dies entspreche zum grössten Teil dem regulären Budget für das Land.

Cassis habe weiter betont, dass die finanzielle Unterstützung alleine nicht ausreichen werde. Vor dem Hintergrund der von den afghanischen de-facto-Behörden jüngst verfügten Schulschliessungen für Mädchen ab 12 Jahren habe der Aussenminister verlangt, dass die Menschenrechte und insbesondere das Recht auf Bildung eingehalten werden.

Die Machtübernahme der Taliban und der Zusammenbruch der republikanischen Regierung sowie die Auswirkungen der Sanktionen auf die Bevölkerung haben laut EDA die bereits massive humanitäre Krise weiter verschärft. Mittlerweile sei ein grosser Teil der afghanischen Mittelklasse in die Armut gerutscht.

Afghanistan ist ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2002 setzt die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) mit einem Budget von jährlich mindestens 27 Millionen Franken ein Kooperationsprogramm um. (sda/no)