Migration

Berufskollegen ein neues Leben ermöglichen

Charles Lewinsky, Sabine Haupt, Lukas Bärfuss und weitere Schweizer Schriftstellerinnen haben Flüchtlingen aus Afghanistan geholfen, in die Schweiz zu gelangen. In die Zusammenarbeit war auch der Bund involviert.

Namhafte Schweizer Autorinnen und Autoren haben für 40 Berufskollegen aus Afghanistan eine Art Patenschaft übernommen, damit diese in die Schweiz flüchten konnten. Das sagte Daniel Rothenbühler, Präsident des Deutschschweizer Pen Zentrum, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Rothenbühler bezieht sich auf einen Bericht, der in der Wochenzeitung «WoZ» publiziert worden ist.

Die Schweizer Autorinnen und Autoren haben laut Rothenbühler eine «tatsächliche Hilfe» geleistet: Vom E-Mail-Austausch mit ihren Berufskolleginnen über die finanzielle Unterstützung bis zum Abholen vom Flughafen. Laut «WoZ» unterstützten auch Privatpersonen und Stiftungen das Projekt.

Neun Personen warten in Afghanistan noch auf einen positiven Bescheid für die Ausreise. Nicht alle Anträge haben das Staatssekretariat für Migration (SEM) und die Botschaften in Teheran und Islamabad genehmigt. Beim Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen legte die Schriftsteller-Vereinigung deshalb Rekurse ein. Einige Entscheide seien noch hängig.

Die Schriftstellervereinigung habe die Aktion erst nicht publik machen wollen. «Wir arbeiteten mit dem SEM zusammen und wollten es nicht in politische Schwierigkeiten bringen», sagte Rothenbühler. (sda/ jow)