Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn

Renate Grunder kandidiert für den Synodalrat

Renate Grunder von der Gruppe Offene Synode hat ihre Kandidatur für den Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn bekannt gegeben. Dies nach einer umstrittenen Verschiebung der Wahl im November.

Die 53-jährige Renate Grunder möchte einen Sitz im Synodalrat der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn (RefBeJuSo) erobern. «Ich trage gerne Verantwortung, das Fällen und Vertreten von Entscheidungen liegt mir», sagt sie gegenüber ref.ch. 

Renate Grunder ist seit 2011 Präsidentin des Kirchgemeinderates Aarwangen und seit 2018 als Mitglied der Gruppe Offene Synode (GOS) im Kirchenparlament von RefBeJuSo. Die ausgebildete Psychologin ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Als Synodalrätin möchte sie sich insbesondere dem Thema Mitgliederschwund in der Kirche annehmen und sich für die «Schwachen und Schwächsten einsetzen», wie sie sagt. 

Nicht mehr als Kandidatin zur Verfügung steht Heidi Federici Danz, Fraktionspräsidentin der GOS. Sie hatte noch im November kandidiert. Mit einem Ordnungsantrag erreichte die Liberale Fraktion damals aber, dass die Wahl verschoben wird. Ein Einerticket sei undemokratisch, hiess es (ref.ch berichtete). «Diese Begründung war kompletter Unsinn», sagt Federici Danz gegenüber ref.ch. Danach gefragt, was die tatsächlichen Gründe gewesen seien, antwortet sie: «Das müssen Sie die betreffenden Fraktionen fragen. Die Begründungen waren sehr unterschiedlich und weder ich noch meine Fraktion können sie nachvollziehen.» Es gehe jetzt darum, dass die kirchenpolitische Stimme der GOS wieder im Synodalrat vertreten sei, nicht um sie als Person.

Bei der Wahl an der kommenden Sommersynode geht es um den vakanten Sitz von Judith Pörksen Roder, die zur Präsidentin gewählt wurde, und denjenigen von Claudia Hubacher, die laut Mitteilung in einem Jahr das Pensionsalter erreicht und ihren Rücktritt per Ende August 2021 angekündigt hat. (bat)