Reformierte Kirche Zug für Unternehmenskultur ausgezeichnet

Die Reformierte Kirche Kanton Zug ist mit dem Prädikat «Familie und Beruf» der Fachstelle Familien- und Erwerbsarbeit für Männer und Frauen ausgezeichnet worden. Die Kirche hat Massnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben sowie zur Gleichstellung von Frau und Mann erfolgreich umgesetzt.


Die Reformierte Kirche Kanton Zug darf sich dank dem Qualitätslabel «Familie und Beruf» neu als Organisation mit familienfreundlichen Anstellungs- und Arbeitsbedingungen nennen, wie es in einer Medienmitteilung der Reformierten Kirche Kanton Zug vom 4. Januar heisst.

Das Prädikat «Familie und Beruf» zeichnet Organisationen aus, die Massnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben sowie zur Gleichstellung von Frau und Mann erfolgreich umsetzen. Die Fachstelle Familien- und Erwerbsarbeit für Männer und Frauen «Und» hat dafür die Arbeitsplätze in der Reformierten Kiche Zug systematisch untersucht.

Durchmischung der Geschlechter wichtig

«Wir sind sehr froh über das tolle Resultat. Zugleich sind wir uns aber auch bewusst, dass dieser Zustand ein Prozess ist, der stets in Bewegung bleibt», wird Klaus Hengstler, Kirchenschreiber der Reformierten Kirche des Kantons Zug, in der Mitteilung zitiert. Laut Hengstler sei die Gestaltung eines auf den Menschen eingehenden Arbeitsumfeldes für alle kirchlichen Mitarbeitenden das Ziel. 

Um das Label erhalten zu können, sei unter anderem darauf geachtet worden, wie hoch die Stundenwoche ist, ob es nur starre 100-Prozent-Pensen gibt und ob die geleistete Arbeitszeit erfasst wird. Auch die Geschlechterdurchmischung habe zum Beurteilungskatalog gehört.

Erneute Beurteilung in drei Jahren

Im Rahmen eines Umsetzungsworkshops der Organisation «Und» habe die Reformierte Kirche Zug auch Bereiche beleuchtet, die zuvor nicht so sehr im Fokus standen. So möchte die Kirche in Zukunft deutlicher herausstreichen, dass sie unterschiedliche Lebens- und Familienmodelle unterstützen. Das Personalreglement soll weiter überarbeitet und mit Themen wie Pflegeurlaub für Kinder und Erwachsene ergänzt werden. Auch sollen künftig die Rechte und Pflichten beim Arbeiten von zu Hause, dem sogenannte Home-Office, definiert werden. In drei Jahren werde die Fachstelle die Umsetzung der Massnahmen überprüfen und die Kirchgemeinde erneut bewerten.

Nach den Reformierten Kantonalkirchen Bern-Jura-Solothurn und St. Gallen, dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund sowie die Reformierte Landeskirche Aargau ist Zug die fünfte reformierte Institution in der Schweiz, die das Prädikat «Familie und Beruf» erhält. (bat)