Prävention

Freiburger Kirche startet Schulungen

Die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg will ihre Mitarbeitenden für mögliche Grenzüberschreitungen und den Schutz der persönlichen Integrität sensibilisieren. Die ersten Schulungen sollen bereits im November dieses Jahres beginnen.

Bereits an der Gesprächssynode im Sommer hatte der Synodalrat ein umfassendes Schutzkonzept für die Freiburger Kirche angekündigt (ref.ch berichtete). Nun sollen die ersten Schulungen im November starten. Sie sind für Amtsträgerinnen und Amtsträger sowie für Seelsorgende obligatorisch, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Teilnehmenden sollen demnach lernen, mögliche Situationen zu erkennen, in denen die persönliche Integrität gefährdet sein könnte. Ab 2027 sollen regelmässig weitere Kurse angeboten werden. Für andere kirchliche Mitarbeitende sind ergänzende Aus- und Weiterbildungsangebote vorgesehen. Zudem soll ein Verhaltenskodex erarbeitet werden, schreibt die Landeskirche.

Die Synode gab ausserdem grünes Licht für eine Teilrevision der Kirchenordnung. Die geltende Fassung stammt aus dem Jahr 2012. Eine Kommission mit fünf bis sieben Mitgliedern soll nun jene Bestimmungen überprüfen, bei denen sich Unklarheiten oder Auslegungsfragen ergeben haben, und bis Ende 2027 Änderungsvorschläge vorlegen. Die Synode könnte diese 2028 beraten.

Weiter beschloss die Synode, dass die Freiburger Kirche Mitglied der CEVAA bleibt, einem Zusammenschluss protestantischer Kirchen aus 36 Ländern. Für 2027 bewilligte sie einen Beitrag von 10'000 Franken. Dieser wird aus den bereits für DM – échange et mission vorgesehenen Mitteln finanziert. (no)

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