«Die Finanzen sind im Lot», sagte der scheidende Kirchenrat und Grossrat Christoph Jaag und präsentierte eine ausgeglichene Rechnung. Bei einem Umsatz von 11,5 Millionen Franken erzielte die kantonale Kirchenkasse einen Gewinn von 34‘000 Franken. Die Rechnung wurde vom Rat einstimmig genehmigt, ebenso der Jahresbericht.
Fusionen im Engadin
Genehmigt wurden auch zwei Kirchgemeindezusammenschlüsse im Engadin: der Zusammenschluss der Kirchgemeinden Ardez, Ftan und Guarda zur «Corporaziun evangelica Ardez-Ftan-Guarda» und der Zusammenschluss der Kirchgemeinden Zernez/Brail, Susch und Lavin zur «Corporaziun evangelica da Zernez».
Für die Amtsperiode 2017 bis 2020 bestätigte der Evangelische Grosse Rat die Kirchenräte Barbara Hirsbrunner, Andreas Thöny und Frank Schuler in ihrem Amt. Ein Ersatz für den scheidenden Kirchenrat Christoph Jaag soll im Herbst gewählt werden. Drei weitere Personen wird die Synode, die Ende Juni in St. Antönien tagen wird, in das siebenköpfige Gremium wählen.
Diskussion zum Schluss
Für Diskussion sorgte schliesslich ein von Grossrat Fred Schütz eingereichter Auftrag, welche die Wohnsitzpflicht für Kirchenvorstände auf Verordnungsebene flexibler regeln wollte. Nach mehreren Voten, mehrheitlich von Vertretern aus der Kirchgemeinde Chur, folgten die anwesenden Räte mit 61 zu 6 Stimmen bei 4 Enthaltungen der Argumentation von Kirchenrat Frank Schuler, wonach das Thema zwar angegangen werden müsse, doch weil ein anderes Vorgehen verfassungswidrig wäre, im Rahmen der anstehenden Verfassungsrevision. Was Chur und die strittige Präsidiumswahl betrifft, müsse ohnehin der Entscheid der Rekurskommission abgewartet werden. Dieser wird in den nächsten Tagen erwartet.