Rat der Religionen: Anschlag bei Rouen ist «abscheuliche Tat»

Der Schweizerische Rat der Religionen (SCR) verurteilt die Ermordung eines Pfarrers in Saint-Étienne-du-Rouvray und spricht der katholischen Kirche sein Beileid aus.

Saint-Etienne-du-Rouvray bei Rouen.
Saint-Etienne-du-Rouvray bei Rouen. (Bild: Google maps)

Gross sei die Trauer des SCR wegen der Ermordung von Pfarrer Jacques Hamel, der während einer Messe in Saint-Étienne-du-Rouvray Opfer eines neuen Anschlags der radikalen Terroristen wurde. «Diese Gewalttat ist offensichtlich gegen Christen gerichtet, betrifft aber alle Menschen guten Willens», wie der SCR in einer Mitteilung vom 27. Juli schreibt.

Es sei abscheulich, einen Geistlichen umzubringen, der für Frieden und Versöhnung einstehe. Es handelt sich um eine «monströse Herausforderung des Bösen, der wir gemeinsam, über Glaubensgrenzen hinweg, entgegentreten müssen».

Kirchen, Synagogen und Moscheen seien Gotteshäuser, sie würden von Menschen als heilige Orte erfahren, in denen gebetet und der Name Gottes öfters erwähnt wird. Gerade deshalb müssen diese Kultstätte respektiert und beschützt werden, wie es weiter heisst. Der SCR spreche der römisch-katholischen Kirche in Frankreich und weltweit sein aufrichtiges Beileid aus.

Der SCR soll gemäss eigenen Angaben einen Beitrag zum Erhalt des religiösen Friedens in der Schweiz leisten und Verständigung und Vertrauensbildung zwischen den Verantwortlichen der Religionsgemeinschaften fördern. Er wurde 2006 gegründet und setzt sich aus leitenden Personen der drei christlichen Landeskirchen, der jüdischen Gemeinschaft, der christlich-orthodoxen Metropolie und islamischer Organisationen zusammen. Präsident ist Gottfried Locher, Ratsvorsitzender des Evangelischen Kirchenbundes.