Todesopfer bei Geiselnahme in Kirche in Nordfrankreich

Zwei mit Messern bewaffnete Männer haben in einer Kirche in Nordfrankreich mehrere Geiseln genommen. Die Männer sind von der Polizei getötet worden. Eine Geisel, ein Priester, ist ebenfalls getötet worden. Der Vatikan und der Ökumenische Rat der Kirchen verurteilten den Angriff.

Saint-Etienne-du-Rouvray bei Rouen.
Saint-Etienne-du-Rouvray bei Rouen. (Bild: Google maps)

In der Gewalt der Geiselnehmer im Ort Saint-Etienne-du-Rouvray in der Normandie hätten sich vier bis sechs Personen befunden, hiess es am Dienstag bei der Polizei. Darunter seien ein Priester, zwei Schwestern und mehrere Gläubige gewesen. Die zwei Geiselnehmer hat die Polizei getötet, eine Geisel ist ebenfalls tot, eine weitere schwer verletzt. Bei der getöteten Geisel handelt sich um einen 84-jährigen Hilfspriester aus der Gemeinde Saint-Etienne. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Attacke für sich in Anspruch genommen.

Der Vatikan hat den tödlichen Angriff auf den Priester aufs Schärfste verurteilt. Es handle sich um eine «barbarische» Tat, erklärte der Vatikan am Dienstag. Sie sei um so abscheulicher, da sie sich in einer Kirche zugetragen habe. Papst Franziskus sei angesichts des «Schmerzes und des Gräuels dieser absurden Gewalt» erschüttert, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi. Der Papst verurteile jede Form von Hass.

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) sprach den Betroffenen sein Mitgefühl aus. Es sei besonders Besorgnis erregend, wenn Gläubige und Priester herausgegriffen würden, weil sie ihr Leben in den Dienst aller stellten, sagte der stellvertretende ÖRK-Generalsekretär Hielke Wolters. Das erhöhe aber noch die Entschlossenheit, der Gewalt die Botschaft von Frieden, Gerechtigkeit und Gewaltlosigkeit entgegenzusetzen. (sda/epd)