Ökumenische Jury prämiert Film über Terroranschlag im Bataclan
Die von Interfilm und Signis berufene Ökumenische Jury vergibt ihren Preis an den Film «Un año, una noche» von Isaki Lacuesta. Der Film zeigt den Trauerprozess eines jungen Paares nach dem Anschlag auf die Diskothek Bataclan in Paris 2015.
Der Film zeige, wie Gewalt nicht mit Hass, sondern mit Liebe beantwortet werde. Deshalb sei nach Monaten des Rückzugs eine «Öffnung des Herzens für lebensvolle Beziehungen» wieder möglich, schreibt die Jury in einer Medienmitteilung.
Der von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit 2500 Euro dotierte Preis in der Sektion «Forum» geht an «Geographies of Solitude» von Jacquelyn Mills. Dieser Film dokumentiert die Arbeit von Zoe Lucas, die ihr Leben dem Sammeln und Archivieren der Flora und Fauna auf Sable Island gewidmet hat, einer kleinen Insel weit vor der Küste von Nova Scotia. Gleichzeitig erzeugt der Film ein Bewusstsein für das Problem des Plastikmülls in den Meeren, auf das Lucas während ihrer Arbeit stösst.
Der Preis der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in der Sektion «Panorama», der auch mit 2500 Euro dotiert ist, wird an «Klondike» von Maryna Er Gorbach verliehen. Der Film spielt an der russisch-ukrainischen Grenze. Er zeigt, wie der Konflikt zwischen den beiden Ländern einen Riss mitten durch eine Familie zieht. (mos)