Zurich Film Festival

Sozialdrama «La Mif» erhält Filmpreis der Kirchen

Der Genfer Regisseur Fred Baillif ist für «La Mif» mit dem Filmpreis der Zürcher Kirchen ausgezeichnet worden. Im Zentrum des Filmes stehen junge Frauen aus prekären Familienverhältnissen.

Der 48-jährige Genfer Regisseur Fred Baillif konnte mit seinem Film «La Mif» bereits an der Berlinale überzeugen, nun kommt er auch am Zurich Film Festival zu Ehren. Für sein Sozialdrama, das mit Laiendarstellerinnen in nur zehn Tagen gedreht wurde, erhält er den Filmpreis der Zürcher Kirchen, wie es in einer Mitteilung vom 30. September heisst.

«La Mif» (umgangssprachlich für Familie) spielt in einem Heim, in dem junge Frauen aus prekären Elternhäusern eine neue Art von Gemeinschaft erleben. Der Film verleihe den Frauen, die sonst nicht gesehen werden, Sichtbarkeit und hebe mit dringlicher Stimme die Wichtigkeit solcher Institutionen für unsere Gesellschaft hervor, begründete die Kirchenjury ihren Entscheid.

In diesem Jahr konkurrierten insgesamt zwölf Filme um den Kirchenpreis. In der Jury sassen neben der Filmdozentin Lucie Bader der reformierte Zürcher Kirchenrat Andrea Marco Bianca, der katholische Synodalrat Tobias Grimbacher, die Medien- und Religionswissenschaftlerin Marie-Therese Mäder sowie Karin Heberlein, Preisträgerin aus dem vergangenen Jahr.

Der ökumenische Filmpreis ist mit 10'000 Franken dotiert und steht laut Angaben für einen offenen Blick auf Religion, Kultur und Gesellschaft. (no)