Krieg in der Ukraine

Pfarrverein appelliert an Hilfsbereitschaft

Der Vorstand des Zürcher Pfarrvereins ruft seine Mitglieder dazu auf, sich weiterhin seelsorgerisch und diakonisch für die vom Ukrainekrieg betroffenen Menschen einzusetzen.

Am 24. Februar wird sich der Angriff Russlands auf die Ukraine jähren. Mit Blick auf diesen Jahrestag bittet der Vorstand des Zürcher Pfarrvereins seine Mitglieder, die Hilfsaktionen in den Kirchgemeinden fortzuführen. «Die Opfer und alle, die unter dem Krieg leiden, brauchen unsere Solidarität», schreibt der Vorstand in einer Mitteilung. 

Die Schweiz nehme aktuell viele Asylbewerber und Schutzsuchende auf. Damit diese hier eine gute Zukunft hätten, brauche es über Jahre eine grosse Anstrengung zur Integration. «Die Pfarrschaft sollte diese mit Wort und Tat unterstützen.» 

      

Aus Sicht des Vorstands bedeutet dies auch, sich politisch zu engagieren. «Als Theologen bringen wir unsere Sicht der Gerechtigkeit in den politischen Diskurs ein», heisst es in der Mitteilung. Ziel der Politik müsse immer die Gerechtigkeit, der Friede und die Bewahrung der Schöpfung sein. «Da, wo Krieg geführt wird, sollte zumindest das humanitäre Völkerrecht eingehalten werden.» 

Klare Worte richtet der Pfarrverein auch an den Moskauer Patriarchen Kyrill. «Dass er den völkerrechtswidrigen Überfall Russlands auf die Ukraine theologisch legitimiert, empfinden wir als Schande für die Christenheit.» (hz)