Krieg im Nahen Osten

ÖRK-Delegation besucht Israel online

Eine Reise einer Abordnung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) in den Nahen Osten ist im August nicht möglich gewesen. Die Delegierten fanden jedoch einen anderen Weg.

Der Ökumenische Rat der Kirchen hatte vor, im Sommer eine Delegation in ein Krisengebiet zu schicken. Geplant war ein ökumenischer Solidaritätsbesuch in Israel und dem Gaza-Streifen. Er sollte ein «dringender Aufruf an die Welt sein, jetzt zu handeln und sich für Frieden im Heiligen Land einzusetzen». So heisst es in einer Mitteilung des ÖRK.

Es war geplant, dass die Gruppe vom 5. bis 9. August nach Israel reist und auch den Gaza-Streifen besucht. Allerdings lässt das israelische Militär keine Besuche im umkämpften Küstenstreifen zu. Wegen der unsicheren Lage in Israel musste die Reise verschoben werden. Noch steht kein Ersatztermin fest.

Nichtsdestotrotz nahm die Delegation Kontakt mit Menschen in Israel und dem Gazastreifen auf. Sie sprach online mit ihnen. Danach erklärten die Delegationsmitglieder, «dass auch dieser Online-Besuch zu einem tieferen und besseren Verständnis der örtlichen Kirchen und der Menschen» geführt habe. 

ÖRK-Generalsekretär Jerry Pillay sagte, dass auch der Video-Chat eine «tiefe und profunde Erfahrung» gewesen sei, die eine grosse Wirkung entfaltet habe. Man müsse sich engagieren und es brauche einen signifikanten Wandel.

Der seelsorgerliche Online-Solidaritätsbesuch in Heiligen Land fand am 7. und 8. August statt. Zu der digitalen Delegation gehörten unter anderen der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen, Bischof Heinrich Bedford-Strohm, ÖRK-Generalsekretär Pastor Jerry  Pillay, Mitglied des ÖRK-Zentralausschusses und des Exekutivausschusses Audeh B. Quawas sowie der Generalsekretär des Rates der Kirchen im Nahen Osten, Dr. Michel Abs. (dst)