Corona

Ökumenischer Kirchentag wird digital

Der deutsche Ökumenische Kirchentag 2021 wird nicht wie geplant stattfinden. Es gibt stattdessen ein digitales Programm und Gottesdienste vor Ort.

Der dritte Ökumenische Kirchentag im Mai 2021 in Frankfurt am Main wird grösstenteils digital durchgeführt, teilten die Veranstalter am 17. Dezember mit. Auf Massenveranstaltungen wird komplett verzichtet und es werden keine Besucher nach Frankfurt kommen. Grund dafür sei die aktuelle Pandemielage, die eine zuverlässige Planung für kommendes Jahr unmöglich mache. Ausserdem werde damit dem Gesundheitsschutz in Frankfurt Rechnung getragen.

Laut den Veranstaltern wird es dafür ein stark konzentriertes und volldigitales Programm am Samstag geben, bei dem der Fokus auf den aktuellen und grossen Herausforderungen und Aufgaben im kirchlichen und gesellschaftlichen Bereich liegen werde. Wie genau das Programm aussehen wird, wird Anfang kommenden Jahres bekannt gegeben.

Gottesdienste werden übertragen

Vor Ort soll es nur einen zentralen Eröffnungsgottesdienst an Christi Himmelfahrt, konfessionelle Gottesdienste am Samstagabend und einen Schlussgottesdienst geben. Alle Gottesdienste sollen übertragen und in den Heimatgemeinden mitgefeiert werden können.

Der 3. Ökumenische Kirchentag war für den 12. bis 16. Mai geplant. Vorbereitet wurde er gemeinsam vom Deutschen Evangelischen Kirchentag und vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Noch im September hatten die Organisatoren als Reaktion auf die Corona-Pandemie geplant, die Teilnehmerzahl auf 30'000 zu begrenzen und nach einem strengen Hygienekonzept zu verfahren. Am ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 hatten mehr als 200'000 Menschen teilgenommen, beim zweiten in München 2010 waren es mehr als 130'000. (epd/mos)