Ökumenische Jury zeichnet türkischen Flüchtlingsfilm aus

Der Film «Omar ve biz» zeigt, wie kulturelle und religiöse Unterschiede trotz Vorurteilen überwunden werden können. Dafür wurde er am Filmfestival in Warschau mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet.


Beachtenswert sei, dass im Spielfilm «Omar ve biz» die zwei Syrer von echten Flüchtlingen gespielt werden, schreibt die Jury der Filmorganisation Interfilm am 20. Oktober in einer Mitteilung. Der Preis der Ökumenischen Jury wurde am 35. Filmfestival in Warschau der ukrainischen Regisseurin Maryna Er Gorbach und dem türkischen Regisseur Mehmet Bahadir überreicht. Der Film zeige, dass sich Menschen trotz kultureller, religiöser und nationaler Unterschiede gegenseitig helfen könnten.

Regisseur Mehmet Bahadir (dritter v.l.) und Regisseurin Maryna Er Gorbach nehmen am Filmfestival in Warschau den Preis der Ökumenischen Jury entgegen. (Bild: Filmfestival Warschau)

Abschied von alten Sichtweisen

Im Film kommt der pensionierte Polizeikommandant Ismet in Kontakt mit zwei syrischen Flüchtlingen, die sich in der Nähe seines Hauses an der griechisch-türkischen Grenze niederlassen. Für Ismet beginnt ein Lernprozess: Schritt für Schritt muss er Abschied nehmen von seiner politischen Sichtweise und seinen Vorurteilen.

Die Ökumenische Jury wird von den kirchlichen Filmorganisationen Interfilm und Signis getragen. Sie zeichnet an diversen Festivals Filme aus, die sich der christlichen und spirituellen Dimensionen der menschlichen Existenz widmen. Das Filmfestival von Warschau fand vom 11. bis 20. Oktober statt. (no)